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OX UND ESEL


 

ox und esel

 

Ein Stück voller unerwarteter Ereignisse und überraschender Beziehungen


Zwei Spieler verwandeln die leere Bühne in einen imaginären Stall, verschieben die Zeit um mehr als 2000 Jahre und erklären sich wie selbstverständlich zu Ox und Esel. Und damit beginnt sie: Die etwas andere Weihnachtsgeschichte ... Die meisterzählte Geschichte der Welt aus der Perspektive von Ox und Esel. Was passiert, wenn in einer eingefleischten Männer-WG plötzlichein Kind im Abendbrot gefunden wird? Was tun Ox und Esel, wenn dieses Balg das heiß ersehnte Futter nicht verlassen will? Außerdem nerven noch irgendwelche Soldaten, die dem Herrn Rodes das Kind als Nachtisch servieren wollen, und drei komische Könige latschen einem ominösen Stern hinterher ...

oxundesel

 

Spieler: Eirik Behrendt, Tom Keller
Regie: Matisek Brockhues
Bühne und Kostüm: Ensemble
Aufführungsrechte: TheaterStückVerlag München

 

Die Premiere fand am 24. November 2006 im Kommunikationszentrum Hansastraße 48 in Kiel statt.

 

Esel, störrisches Huftier zur Last- und Personenbeförderung vor der Erfindung des Automobils, eine Art „Trabi“ der vorindustriellen Epochen. Obwohl der Esel in der Weihnachtsgeschichte nicht ausdrücklich erwähnt wird, gehört er neben dem Ochsen seit jeher zum festen Bestand der Krippenfiguren und zur Ikonografie weihnachtlicher Motive in der abendländischen Kultur. So zeigt etwa ein Gemälde Rembrandts Maria mit dem Christkind auf dem Rücken eines Esels („Die Flucht nach Ägypten“, 1627).

 

Krippe, vom althochdeutschen krippa, „Flechtwerk“, ein geflochtener Korb zur Fütterung von Haustieren wie Ochsen und Eseln, ursprünglich also die Bezeichnung für die erste Schlafstätte des neugeborenen Messias. Das Wort wurde pars pro toto auf figürliche Darstellungen („Weihnachtskrippen“) der heiligen Familie (Maria, Josef und das Christkind), der Hirten und der Heiligen Drei Könige im Stall zu Bethlehem übertragen, die seit der Mitte des 16. Jahrhunderts zunächst in portugiesischen, spanischen und italienischen, bald darauf auch in süddeutschen Kirchen und an Fürstenhöfen in der Advents- und Weihnachtszeit aufgestellt wurden.

 

Stall, Bau zur Unterbringung von Vieh, angebliche Geburtsstätte Jesu in Bethlehem, nach abweichender Auffassung eine Höhle. Jedenfalls mussten die hochschwangere Maria und ihr Verlobter Josef mit einer behelfsmäßigen Unterkunft vorlieb nehmen, weil wegen der von Augustus angeordneten Volkszählung alle Herbergen rund um Jerusalem überfüllt waren. Der Stall wird unterm Christbaum als Krippe nachgebildet, wobei Ochse und Esel an seinen ursprünglichen Verwendungszweck gemahnen. Beide Tiere, die seit dem 13. Jahrhundert auf vielen bildlichen Darstellungen als „Tier-Ammen“ dargestellt werden, die sich rührend um das Neugeborene kümmern, kommen in den Evangelien der Bibel in diesem Zusammenhang nicht vor; allerdings nennt sie ausdrücklich das apokryphe Evangelium des Pseudomatthäus als Zeugen der Geburt Jesu.

 

ox und esel

 

Ox&Esel

Eine Art Krippenspiel

von Norbert Ebel

Ox: „Der Norbert Ebel hat das Stück ja geschrieben, weil er im Kaufhaus die Krippen gesehen hat     und da wollte er ein Stück aus der Sicht der Tiere schreiben und er hat ja auch vorgeschlagen, dass die Kinderstimme nicht naturalistisch sein soll. In Speyer hatten sie eine Entenlockpfeife und in Köln eine Klarinette.“


ox und esel

 

Die Weihnachtsgeschichte

eine biblische Erzählung von der Geburt Jesu in Bethlehem, in den Evangelien von Matthäus und Lukas im Neuen Testament:

Mit der Geburt Jesu Christi war es so: Maria, seine Mutter, war mit Josef verlobt; noch bevor sie zusammengekommen waren, zeigte es sich, dass sie ein Kind erwartete – durch das Wirken des Heiligen Geistes. Josef, ihr Mann, der gerecht war und sie nicht bloßstellen wollte, beschloss, sich in aller Stille von ihr zu trennen. Während er noch darüber nachdachte, erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sagte: „Josef, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen; denn das Kind, das sie erwartet, ist vom Heiligen Geist. Sie wird einen Sohn gebären; ihm sollst du den Namen Jesu geben; denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen (...).“

 

Als Josef erwachte, tat er, was der Engel des Herrn ihm befohlen hatte, und nahm seine Frau zu sich. Er erkannte sie aber nicht, bis sie ihren Sohn gebar. Und er gab ihm den Namen Jesus.

 

Als Jesus zur Zeit des Herodes in Bethlehem in Judäa geboren worden war, kamen Sterndeuter aus dem Osten nach Jerusalem und fragten: Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, um ihm zu huldigen. Als König Herodes das hörte, erschrak er und mit ihm ganz Jerusalem. Er ließ alle Hohepriester und Schriftgelehrten des Volkes zusammenkommen und erkundigte sich bei ihnen, wo der Messias geboren werden sollte. Sie antworteten ihm: In Bethlehem in Judäa; denn so steht es bei dem Propheten (...).

 

Danach rief Herodes die Sterndeuter heimlich zu sich und ließ sich von ihnen genau sagen, wann der Stern erschienen war. Danach schickte er sie nach Bethlehem und sagte: „Geht und forscht sorgfältig nach, wo das Kind ist; und wenn ihr es gefunden habt, berichtet mir, damit auch ich hingehe und ihm huldige.“ Nach diesen Worten des Königs machten sie sich auf den Weg. Und der Stern, den sie hatten aufgehen sehen, zog vor ihnen her bis zu dem Ort, wo das Kind war; dort blieb er stehen. Als sie den Stern sahen, wurden sie von sehr großer Freude erfüllt. Sie gingen in das Haus und sahen das Kind und Maria, seine Mutter; da fielen sie nieder und huldigten ihm. Dann holten sie ihre Schätze hervor und brachten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe als Gaben dar. Weil ihnen aber im Traum geboten wurde, nicht zu Herodes zurückzukehren, zogen sie auf einem anderen Wege heim in ihr Land.

 

Als die Sterndeuter wieder gegangen waren, erschien dem Josef im Traum ein Engel des Herrn und sagte: „Steh auf, nimm das Kind und seine Mutter, und flieh nach Ägypten; dort bleibe, bis ich dir etwas anderes auftrage; denn Herodes wird das Kind suchen, um es zu töten.“ Da stand Josef in der Nacht auf und floh mit dem Kind und dessen Mutter nach Ägypten. Dort blieb er bis zum Tod des Herodes. (...)

 

Als Herodes merkte, dass ihn die Sterndeuter getäuscht hatten, wurde er sehr zornig, und er ließ in Bethlehem und der ganzen Umgebung alle Knaben bis zum Alter von zwei Jahren töten, genau der Zeit entsprechend, die er von den Sterndeutern erfahren hatte.

 

(Matthäus 1, 18-2, 16.)

 

 

In jenen Tagen erließ Kaiser Augustus den Befehl, alle Bewohner des Reiches in Steuerlisten einzutragen. Dies geschah zum erstenmal; damals war Quirinius Statthalter von Syrien. Da ging jeder in seine Stadt, um sich eintragen zu lassen. So zog auch Josef von der Stadt Nazaret in Galiläa hinauf nach Judäa in die Stadt Davids, die Bethlehem heißt; denn er war aus dem Haus und dem Geschlecht Davids. Er wollte sich eintragen lassen mit Maria, seiner Verlobten, die ein Kind erwartete. Als sie dort waren, kam für Maria die Zeit ihrer Niederkunft, und sie gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen. Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war.

 

ox und esel

 

In jener Gegend lagerten Hirten auf freiem Feld und hielten Nachtwache bei ihrer Herde. Da trat der Engel des Herrn zu ihnen, und der Glanz des Herrn umstrahlte sie. Sie fürchteten sich sehr, der Engel aber sagte zu ihnen: Fürchtet euch nicht, denn ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteil werden soll: Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Messias, der Herr. Und das soll euch als Zeichen dienen: Ihr werdet ein Kind finden, das, in Windeln gewickelt, in einer Krippe liegt. Und plötzlich war bei dem Engel ein großes himmlisches Heer, das Gott lobte und sprach: Verherrlicht ist Gott in der Höhe, und auf Erden ist Friede bei den Menschen seiner Gnade.

 

Als die Engel sie verlassen hatten und in den Himmel zurückzugekehrt waren, sagten die Hirten zueinander: Kommt, wir gehen nach Bethlehem, um das Ereignis zu sehen, das uns der Herr verkünden ließ. So eilten sie hin und fanden Maria und Josef und das Kind, das in der Krippe lag. Als sie es sahen, erzählten sie, was ihnen über dieses Kind gesagt worden war. Und alle, die es hörten, staunten über die Worte der Hirten. Maria aber bewahrte alles, was geschehen war, in ihrem Herzen und dachte darüber nach. Die Hirten kehrten zurück, rühmten Gott und priesen ihn für das, was sie gehört und gesehen hatten; denn alles war so gewesen, wie es ihnen geweissagt worden war.

 

Als acht Tage vorüber waren und das Kind beschnitten werden sollte, gab man ihm den Namen Jesus, den der Engel genannt hatte, noch ehe das Kind im Schoß der Mutter empfangen wurde.

(Lukas 2, 1-21.)

Fotos

 
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